Doppelt hält besser (2)

Einige Bilder der digitalen Testreihe für unser kommendes Doppelbelichtungprojekt kommen in der 50:50-Belichtung (3. Bild) nicht richtig zur Geltung. Diese Fotos habe ich stärker bearbeitet. Damit entsprechen sie zwar in keinster Weise den zukünftigen analogen Bildern vom Film; trotzdem hat die Bearbeitung Spaß gemacht und interessante Bilder gebracht.


Doppelt hält besser

"Mach es zu Deinem Projekt!" ist der Werbespruch eines Baumarktes. Auch in der Fotowelt gibt es interessante Projekte, die zeitlich befristet oder fest im Umfang definiert, zu verfolgen sind. So läuft beispielsweise das Kuhjahr von Jörg Langer. Ein Jahr lang stellt er jeden Tag ein Foto aus der Leica Q online. Auch Gabi Heinrich und Hartmut Gräfenhahn bewiesen mit ihrem Projekt 2x365hipstamaticdays Durchhaltevermögen.

Während ich solche Umsetzungen gern verfolge, stehe ich diesen oft langfristigen Aufgaben als eigene Aufgabe sehr skeptisch gegenüber. Zu schnell kann aus Freude am Fotografieren Frust am Zwang werden.

Als mich Hartmut Gräfenhahn vor einigen Tagen auf ein neues Projekt ansprach, war ich jedoch sofort begeistert. Das Thema lautet "analoge Doppelbelichtung".

Wir haben vor, analoge Filme doppelt zu belichten. Das heißt, wir werden zwei Bilder bei reduzierter Belichtung auf einem Stück Filmmaterial machen.

Bewusste Doppelbelichtungen werden von einigen Fotografen als kreatives Stilelement verwendet. Dabei gestaltet der Fotograf die Motive seiner Doppelbelichtung sehr bewusst.

Wir werden jedoch unabhängig und fern voneinander fotografieren. Unsere Filme werden wir vor der zweiten Belichtung miteinander tauschen. Somit bekommt das Ganze ein Zufallselement. Wir wissen nicht, welche Motive unser Fotopartner bereits auf Film gebannt hat. Damit es zu keinen Überbelichtungen kommt, reduzieren wir die Belichtung jeweils auf die Hälfte.

Das Projekt "Doppelbelichtung" (vielleicht bekommt das Kind auch noch einen richtigen Namen) hat begonnen. Wir werden nach Abschluss darüber berichten.

Im Vorfeld haben wir, um etwas Gefühl für die Sache zu entwickeln, einen digitalen Test durchgeführt. Dazu haben wir unabhängig voneinander jeweils 10 unterschiedliche Bilder mit einer festen Nummerierung aufgenommen und diese zeitgleich ausgetauscht. Das Ergebnis des Zusammenspiels haben wir digital (mit der Bildbearbeitungssoftware GIMP) zusammengeführt. Sehr interssant war hierbei die Erkenntnis, dass die beiden Bilder nicht einfach übereinanderlegt werden dürfen. Bei einer analogen Doppelbelichtung vermischen sich die beiden Bilder auch nicht einfach. Vielmehr addieren sich die jeweiligen Bilder zu einem Ganzen. Hierzu leistet der Ebenenmodus "Addieren" nach Reduzierung der Helligkeit beider Bilder auf je 50 Prozent gute Arbeit.

Bereits im Probelauf entstanden so interessante Bilder (das Ergebnis jeweils noch bearbeitet):




Der digitale Probedurchgang hat großen Spaß gemacht und wertvolle Hinweise für die Gestaltung des analogen Echtlaufes gegeben. Wir sind sehr gespannt, wie sich die analogen Ergebnisse von ihrem digitalen Vorläufer unterscheiden.

Wie gefallen Euch die digitalen "Mischlinge"? Habt Ihr bereits ein ähnliches Projekt erfolgreich durchgeführt? Wir freuen uns auf einen Kommentar.

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Analog - Rollei XF35

Analog - Rollei XF35

06-02-2017

Am Ende kam es dann doch, wie es kommen musste.

Doch beginnen wir am Anfang: Es ist schon einige Zeit her, da bekam ich eine Fuji X-Pro 1 in die Hände. An der Kamera werkelte zunächst das Kit-Objektiv XF18-50 f2.8-4. Wie außerordentlich gut dieses Zoom abbildet, stellte ich erst später fest. Zunächst machte ich mich auf die Suche nach einer passenden Festbrennweite. Als geeigneter Kandidat sollte sich das XF35 f 1.4 herausstellen. Bei der Recherche nach einem bezahlbaren Exemplar stieß ich immer wieder auf eine Kamera mit gleicher Bezeichnung; einer "Rollei XF35". Dieser kleine Apparat sprach mich optisch durchaus an. Im Gegensatz zu Modellen der Rollei-35-Familie ist diese günstigste Ausführung sehr einfach gehalten. Doch gerade diese optische und bedienungsfreundliche Schlichtheit gefiel mir sehr. Zum damaligen Zeitpunkt war analoge Fotografie allerdings noch kein Thema für mich. Nach dem Kauf des Fuji-Objektives kam der Suchbegriff "XF35" nicht wieder zum Einsatz. Die Kamera ging mir aus dem Sinn.

Mit dem "Experiment Film" fiel mir diese Kamera, die mich durchaus an eine edle Leica M erinnert, wieder ein. Die Gemeinsamkeit zur Leica bezieht sich größtenteils auf die Position und Existenz eines Messsuchers. Ansonsten kann und will die Rollei XF35 nicht mit einer Leica M mithalten. Doch man unterschätzt das kleine kantige Gerät. In der schwarzen Kamera werkelt ein Zeiss-Objektiv "Sonnar". Dieses Objektiv mit einer maximalen Blendenöffnung von f2.3 und einer Festbrennweite von 40mm ist auch in höhenwertigeren Modellen verbaut.

Für ca. 30 EUR erworben, trat die Kamera als letzter Vertreter in die Reihe "4 Filme - 4 Kameras".

Rollei XF35

Zugegeben; bei den ersten drei Filmen der Spiegelreflex-Kandidaten wurde ich positiv überrascht. Mit wenig Ausschuss entstanden schöne Aufnahmen und (dem Fujicolor C200 sei Dank) kräftige Farben. Lag der Fokus bei einzelnen Aufnahmen nur gelegentlich daneben, gab es mit dem manuellen Scharfstellen grundsätzlich kein Problem.

Auch an der Rollei XF35 wird von Hand fokussiert. Das manuelle Scharfstellen geschieht hier über einen Messsucher. Dies ist ungewohnt. Auf der anderen Seite besitzt die Kamera eine Belichtungsautomatik. Somit kann man sich auf die Drehung am Objektivring konzentrieren. Die XF35 kümmert sich um die richtige Belichtungszeit und Blende.

Während ich in der Anwendung des Messsucher-Verfahrens keine riesige Hürde sah, bereitete mir ein anderer Punkt größere Bauchschmerzen. An den Spiegelreflex-Kameras konnte man die unterschiedlichen Belichtungszeiten bereits akustisch unterscheiden. Die Rollei XF35 produzierte bei jeglicher Belichtungszeit ein konstantes Geräusch. Aus diesem Grund spendierte ich der Kamera eine neue Batterie für die Belichtungsautomatik. Diese ist keine gewöhnliche Zelle. In der Kamera kommt eine Batterie mit 1,35 Volt zum Einsatz (siehe PX 625). Doch auch nach dem Austausch der Batterie änderte sich am Auslösegeräusch nichts. "Vielleicht ist dies ja auch normal?"; beruhigte ich mich. Immerhin fehlt in der Kamera ein klappender Spiegel, der für ein markantes Auslösegeräusch in einer Spiegelreflexkamera verantwortlich ist.

Ich ging die Aufnahmen mit dem letzten Film skeptisch an.

Meine Skepsis war nicht ohne Grund. Der entwickelte Film brachte Ernüchterung. Fast alle Aufnahmen sind nicht zu gebrauchen.

Dies liegt erstaunlicherweise nicht an einer fehlerhaften Belichtung. Diese funktionierte überraschend gut. Das Problem liegt in der fehlenden Schärfe. Fast alle Bilder sind extrem unscharf.


Einzelne Bilder sind jedoch in Ordnung. Hier sitzt der Fokus. Es fällt auf, dass nur nahe Objekte scharf abgebildet werden konnten. Wahrscheinlich arbeitet die aufwendige Messsucher-Technik fehlerhaft. Während man im Sucher den korrekten Abstand ermittelt und einstellt, wird dieser scheinbar nicht synchron auf die Linse übertragen. Zwar besitze ich keine großen Messsuchererfahrungen; ein paar scharfe "Zufallsbilder" im Unendlichkeitsbereich hätte ich mir aber zugetraut. Aus diesem Grund gehe ich fest von einem technischen Problem aus.

Und genau dieses Problem bestätigt meine Skepsis gegenüber Messsucher-Kameras. Mit gut abgestimmten Objektiven kann eine Messsucherkamera wie die Leica M, egal ob digital oder analog, mit Sicherheit grandiose Aufnahmen machen. Auf der Seite von Claus Sassenberg kann man sich davon überzeugen. Arbeiten Linse und Sucher bei einer Messsucherkamera jedoch nicht perfekt zusammen, kommt es zu sichtbaren Problemen.

Nur wenige Bilder der Rollei sind scharf:



Meist sah es so aus:


Die Rollei XF35 hat mir nur wenige brauchbare Bilder beschert. Doch lehrt sie mich, dass eine Vorausschau durchaus Vorteile bietet. Sei es nun die digitale Vorschau auf dem Display oder dem elektronischen Sucher einer Digitalkamera, oder dem Blick durch den Spiegel einer Spiegelreflexkamera. Zumindest einer Messsucherkamera hat mich dieses Projekt nicht näher gebracht.

In einem kommenden Beitrag werde ich meine frischen Analog-Erfahrungen noch einmal zusammenfassen.

Aufgenommen mit Rollei XF35 und Fujicolor C200:

Bergzoo Halle

Bergzoo Halle

05-27-2017

Der Bergzoo Halle trägt seinen Namen nicht ohne Grund. Bei der Besichtigung dieser Einrichtung geht es bergauf und bergab. Die Gehege und Tierhäuser sind dabei interessant in die örtliche Hügelwelt eingebettet.

Ich bin kein Anhänger von Superzooms und großen Brennweiten. Wenn ich allerdings einmal das Teleobjektiv einpacke; dann im Tierpark. Hier kommt man den Tieren (auf den Bildern) mit einem Zoom noch einmal näher, ohne diese zu verschrecken.

Im Einsatz war die Nikon 1V1 mit dem Nikkor 10-100 4.0-5.6 VR. Folgende Bilder fielen ohne weitere Bearbeitung aus der Kamera.







Aufgenommen mit:

Analog - Pentax ProgramA

Analog - Pentax ProgramA

05-23-2017

Ein kleines Wunder ist geschehen. Der dritte Film meiner kleinen Reihe "4 Filme - 4 Kameras" ist aufgetaucht.

Bei einem Diebstahl in der lokalen Rossmann-Filiale wurde der Wareneingang auf "Wertvolles untersucht". Mein Film war dies für die Einbrecher scheinbar nicht. Er wurde zwar durchwühlt, blieb zum Glück aber am "Tatort" liegen. Dafür eignete sich die beiliegende Foto-CD gut für die Abnahme von Fingerabdrücken. Die Polizei nahm sich deshalb auch meines Auftrages an. Dadurch verzögerte sich die Rückgabe meiner Fotobestellung.

Lange Rede - kurzer Sinn: Die Bilder der dritten Kamera sind da. Als kleine Entschädigung für die Aufregung gab's diese übrigens gratis.

Es wäre schade gewesen, auf die Bilder einer weiteren Pentax-Kamera verzichten zu müssen. Nachdem mir das geliehene Pentax-Objektiv 50mm/f1.4 an der Pentax MX so gut gefiel, hatte ich mich auf die Suche nach einem eigenen Exemplar gemacht. Im großen Auktionshaus wurde ich fündig. Zum fairen Preis kaufte ich ein gut erhaltenes Exemplar samt "dranhängender" Kamera - einer schwarzen Pentax ProgramA (hier im Bild mit meinem 28mm-Sigma-Objektiv).

Analoge Kamera Pentax ProgramA

Die Pentax ProgramA kam 1984 auf den Markt. Obwohl das Gehäuse sehr der Pentax MX ähnelt, gibt es einen gravierenden Unterschied: die Kamera besitzt eine Belichtungsautomatik. Also einfach Blende vorgeben und loslegen ... ProgramA ... der Name ist Programm.

Erste Aufnahmen entstanden zunächst auf lokalen Fahrradtouren. In Wolfsburg, dort hatte ich glücklicherweise die Fototasche eingepackt, kamen weitere Bilder hinzu.




Entweder ging das Fokussieren mit dem eigenen 50mm-Objektiv dank Übung nun besser von der Hand, oder das "neue alte Objektiv" ist sogar einen Tick schärfer als das Exemplar von Christian. Dessen Leihobjektiv ist zwischenzeitlich gut erhalten wieder bei ihm angekommen.

Der Fujifilm erzeugte wieder einmal knallige Farben. Ich mag dies sehr. Somit passt er gut zur digitalen und farbenfrohen Wolfsburg-Bilder-Reihe der Nikon.













Gern hätte ich mit der Pentax noch weitere Fotos aufgenommen. Mein zunächst vierter und letzter Film war jedoch für die letzte Kamera dieser kleinen Reihe reserviert. Auch dieser Film ist bereits voll und zur Entwicklung abgegeben. Ich werde berichten, wenn ich den Film zurückbekomme ...

Aufgenommen mit Pentax ProgramA und Fujicolor C200:

iPhone RAW

Für die spätere Nachbearbeitung von Fotos eignen sich RAW-Bilder besonders gut.

Will man darauf nicht verzeichten, fallen "einfache Kameras" oft als potenzieller Bildlieferant aus. Wider Erwarten liefern einige der aktuellen Smartphones das beliebte Bildformat. In meinem Fall kann man einem iPhone mit einer alternativen Foto-App ein DNG-File (besonders kompatibles RAW-Format) entlocken.

Auch bei diesen winzigen Sensoren werden überraschend viele Details sichtbar, wenn man (hier zugegeben etwas übertrieben) am Kontrast und der Klarheit dreht.


Aufgenommen mit iPhone SE :

MOST WANTED

Eigentlich wollte ich auf der Homepage von Jörg Langer einen Kommentar hinterlassen. Eigentlich...

Jörg beklagt in einem aktuellen Blogbeitrag den Verlust eines Filmes durch die Drogeriekette Rossmann.

In meinem Kommentar hätte ich mich wohl geäußert, dass ich mit meinen bisherigen beiden Filmen bei Rossmann zufrieden bin. Zwischenzeitlich würde ich mich nun etwas anders äußern. Warum?

Nach über einer Woche Entwicklungszeit wollte ich meinen dritten Film vom heimischen Drogeriemarkt abholen. Mitte der Woche hätte er fertig sein sollen; am heutigen Samstag rechnete ich fest mit der Fertigstellung des Filmes und der angeforderten Bild-CD. Doch auch heute war der Film noch nicht in der Filiale zu finden. Mein Anruf beim Fotodienst brachte Ernüchterung. Wegen eines Diebstahles (ob bei Rossmann oder beim Entwickler wollte man mir zunächst nicht sagen) wären etliche Filme "abhanden gekommen". Während der Film von Jörg nicht beim Fotoentwickler ankam, wurde mein Film nachweislich entwickelt und an die Filiale zurückgesendet. Mir wurde empfohlen, im Drogeriemarkt vorzusprechen. Mein umgehender Besuch der Rossmann-Filiale machte das Chaos perfekt. Ich solle am Dienstag wiederkommen; mein Film wäre dann abholebereit. Ich bin gespannt, ob sich der Film anfindet.

Unabhängig davon habe ich noch einmal mit dem Fotolabor telefoniert. Die hiesige Rossmann-Filiale lässt bei ORWO in Bitterfeld-Wolfen entwicklen. Die freundliche und hilfsbereite Dame des Foto-Dienstleisters lässt am nächsten Werktag prüfen, ob die Bilder der Foto-CD eventuell noch zwischengespeichert und reproduzierbar sind. Da der Weg des Filmes bis zurück in den Drogeriemarkt dokumentiert ist, ist der Ball nun im Spielfeld von Rossmann. Ich hoffe, sie können das Spiel noch herumreißen.


Wolfsburg digital

Ein Sportwettkampf unseres Kindes führte mich am Wochenende früh nach Wolfsburg. Mit genügend Wartezeit "im Gepäck" entstanden einige Fotos der (Auto)Stadt Wolfsburg und Umgebung. Ich war froh, die Kameratasche mitgenommen zu haben, da das Wetter wider Erwarten bei wechselnder Bewölkung bis in den späten Nachmittag vor einem heftigen Gewitter zunächst trocken blieb.

Neben digitalen Aufnahmen mit der kleinen Nikon 1V1 entstanden auch einige analoge Bilder. Diese präsentiere ich dank Entwicklungswartezeit mit einem Bericht der verwendete Kamera zu einem späteren Zeitpunkt.

Wolfsburg Nikon 1 V1

Wolfsburg Nikon 1 V1

Wolfsburg Nikon 1 V1

Wolfsburg Nikon 1 V1

Wolfsburg Nikon 1 V1

Wolfsburg Nikon 1 V1

Wolfsburg Nikon 1 V1

Wolfsburg Nikon 1 V1

Wolfsburg Nikon 1 V1

Wolfsburg Nikon 1 V1

Wolfsburg Nikon 1 V1

Wolfsburg Nikon 1 V1

Wolfsburg Nikon 1 V1

Aufgenommen mit:

Feldlinien

Und da sind sie wieder, die geometrischen Formen und Linien auf den Feldern.

Diese "Feldlinien" haben wir heute auf einer Fahrradtour entdeckt.

Nikon AW1

Aufgenommen mit Nikon AW1 :

Analog - Praktika MTL5B

Eine Praktica MTL5B sollte es sein. Diese bis 1989 in der ehemaligen DDR gebaute Spiegelreflex-Kamera gehört zu den Sachen, die ich als erstrebenswert und unbezahlbar in Erinnerung habe. 1.100 Mark sollte die Kamera mit dem 50mm/1.8-Objektiv kosten.

Knapp 30 Jahre später bekommt man den in Westdeutschland unter der Marke Revue verkauften Fotoapparat für wenig Geld in eBay fast hinterhergeworfen. Etwas teurer sind Exemplare, die geprüft und mit einer neuen Belichtungsbatterie ausgestattet über den virtuellen Tresen gehen. Im Gegensatz zu meiner alten EXA1b kann die Praktica MTL5B mit einer kürzesten Belichtungszeit von 1/1000s aufwarten. Bei der EXA war bereits bei 1/250s Schluss. An der Praktica kann man somit flexibler agieren.

Wie bereits bei der Pentax MX kam der Fujicolor C200 zum Einsatz. Während ich an der Pentax zwischen 28mm und 50mm Festbrennweite wählen konnte, kam an der MTL5B das TESSAR 2,8/50 von Carl Zeiss Jena zum Einsatz. Dieses DDR-Objektiv wurde meist zusammen mit der Kamera verkauft. Für viele ehemalige Hobbyfotografen der DDR war diese Kombination das Mittel der hochwertigen Wahl.

Analog Kamera Praktica MTL5B

Die Praktica fühlt sich schwerer und massiver als die MX an. Im ersten Moment kam mir der Vergleich "Panzer" in den Sinn. Dies ist jedoch sehr ungerecht, da die Kamera mit ihrem geradlinigen Design gut in der Hand liegt.

Vor dem Spiegelschlag hatte mich Christian (ja, auch in diesem Beitrag sollst Du zur Strafe genannt werden ;-) ) gewarnt. Akustisch durchaus eindrucksvoll, soll er bei längeren Verschlusszeiten durchaus zu Verwackelungen führen. Bei Tageslicht sorgt das lichtstarke Objektiv in Zusammenarbeit mit dem ISO200-Film jedoch für kurze Belichtungen. Aus diesem Grund kann ich eine negative Auswirkung des Spiegelschlages auf die Schärfe nicht bestätigen. Vielmehr war der Fokus bei einigen Bildern meines ersten Films mit der Praktica nicht immer optimal platziert. Dafür war die Belichtungseinstellung durchgehend korrekt. Die eingeblendete Belichtung wird durch einen kleinen Zeiger im Sucher angezeigt. Im Beispielsbild des Suchers kann die Blende noch ein wenig geöffnet oder die Verschlusszeit verlängert werden. Befindet sich der Zeiger innerhalb der Kerbe, dann ist die Belichtung in Ordnung.

Nach einigen Tagen mit der Kamera muss ich gestehen, dass die zusätzliche Kontrolle der Belichtung das Fotografieren durchaus verlangsamt. Hier ist man von heutigen Automatiken sehr verwöhnt. Bei der im Vorfeld getesteten Pentax MX zeigten farbige LEDs notwendige Belichtungskorrekturen an. Ob LED oder Zeiger - dies ist letztlich Geschmackssache. Auf jeden Fall jedoch ein zusätzlicher "Arbeitsschritt".

Diese "Entschleunigung" kann Vorteile haben. Ist das Motiv ein spielendes und sich bewegendes Kind, ist Übung vorteilhaft. Ich habe mich deshalb auf Motive konzentriert, die mir nicht weglaufen konnten.

Mit der Bildqualität der Praktica bin ich zufrieden. Sie liegt auf gutem Niveau. Im direkten Vergleich zur Pentax mit dem SMC50/1.4 verliert sie ein wenig. Der Vergleich hinkt jedoch etwas, da das an der Pentax MX verwendete Objektiv überdurchschnittlich gut abbildet. Auch an der Praktica stehen optional sehr hochwertige M42-Objektive in verschiedenen Preissegmenten zur Verfügung.

Bei der Analog-Fotografie wird schnell deutlich: Bilder werden in erster Linie nur durch Linse und Film beeinflusst. Die "Komponente Mensch" kommt hier stärker in's Spiel. Unterschiede beim Sensor gibt es nicht (wenn man den gleichen Film verwendet).

Aufnahmen von der Kreisgrabenanlage Pömmelte:


Magdeburg:

Aufgenommen mit Praktica MTL5B und Fujicolor C200:

Klein-Stonehenge - Ringheiligtum Pömmelte

Die Kreisgrabenanlage von Pömmelte bei Schönebeck wird von den Anwohnern bereits "Klein-Stonehenge" genannt. Mit zunehmender Wahrnehmung und steigender Bedeutung dieser seit 2015 zu besichtigenden Kultstätte wird die Bezeichnung auch zunehmend von Touristen und Interessierten übernommen.

Bei wechselndem Aprilwetter, Sonne und Regenwolken wechselten minütlich, nutzte ich die Chance für eine weitgehend besucherfreie Fotosession.

Alle Bilder (bis auf das Panorama) kommen farblich unbearbeitet aus der Kamera (Nikon Farbmodus VI Brilliant):

Aufgenommen mit:

Ostern ist vorbei

Leider vergingen die freien Ostertage wieder viel zu schnell. Heute konnten die Kinder im Schönebecker Kurpark noch einmal den Osterhasen treffen. Dieser verschenke Ostereier.

Pentax MX - Das Experiment

Keinesfalls wollte ich die analoge Büchse der Pandora öffnen. Doch dann kam es anders.

"Es" trägt dabei den Namen Christian, der auf dem Fotoausflug Rügen mein Interesse am Thema Analogfotografie weckte. Mit seinen analogen Schätzen, die teilweise 60-70 Jahre alt sind und noch heute zuverlässig ihren Dienst verrichten, kamen wir zwangsläufig auf das Thema Film.

Interessanterweise geht es bei der Analogfotografie heute nicht nur um die Thematiken Bildqualität, Bildwirkung oder Kameratechnik. Vielmehr vereint heutige Analog-Fotografen oft der besondere und bewusste Weg zum Bild. Allein Kosten und Beschränkung auf 36 Bilder pro Kleinbildfilm lassen den Druck auf den Auslöser zu einem kleinen Ereignis werden, den man durch Serienaufnahmen an heutigen Digitalkameras oft verlernt bzw. vergessen hat. Sucht man sich aus einer Vielzahl digitaler Bildern das vermeintlich beste Foto aus, so muss bei einer Filmkamera der Moment bereits bei Auslösung passen.

Dieses Gefühl wollte ich nun einmal erleben. Ich habe mir deshalb zwei Kameras gekauft. Analoge Kameras sind heute sehr preiswert. So bekommt man im größten Auktionsportal funktionierende Geräte für 10-20 Euro angeboten, die sich unsere Väter und Großväter nur selten leisten konnten. Obwohl die Preise in letzter Zeit wieder etwas angezogen haben, Retro liegt im Trend, bekommt man für kleines Geld oft hochwertige analoge Technik. Nicht selten ist im Set bereits ein brauchbares Objektiv enthalten.

Für meine Zwecke sollte es neben einem analogen Arbeitspferd aus der DDR (über diese Kamera werde ich später berichten) eine besondere Kamera sein.

Die Pentax MX aus dem Jahre 1976 ist nur etwas jünger als ich. Die kleine Kamera im klassischen Spiegelreflex-Design ist für mich eine der schönsten Kameras. Da ich kompakte Kameras mag, musste es also unbedingt ein solches Modell sein. Leider kostet diese Kultkamera etwas mehr als andere Modelle. Für 100-200 Euro gibt es jedoch brauchbare Exemplare, die preisstabil auch für einen eventuellen Wiederverkauf geeignet sind. Neben dem im Set befindlichen Pentax 28mm/2.8 - Objektiv lieh mir Christian kurzerhand ein passendes Pentax 50mm/1.4. Damit sollte ich nun meine ersten analogen Versuche starten.

Analoge Kamera Pentax MX

Als Film sollte eine Standard-Rolle dienen. Der Fujicolor C200 ist ein preiswerter Negativfilm. Für ca. 5,- Euro bekommt man 2x36 "Momente" beim Internethändler seines geringste Misstrauens.

Zur Auswahl sollten es zunächst bekannte Motive sein. Diese habe ich bereits mehrfach digital abgelichtet. Ein Vergleich mit der digitalen Version ist somit einfach möglich.

Die ersten Bilder:

Ich finde, ein gewisser analoger Charme ist den Bildern nicht abzusprechen. Nun haben die Bilder keinen künstlerischen Anspruch und eher einen testdokumentarischen Charakter. Als Funktionstest für die Kamera und erste Gehversuche sind sie aber geeignet.

Auf den unveröffentlichten Portraits meiner Kinder machte das 50mm-Objektiv bei Offenblende am analogen Vollformat ein eindrucksvolles Bokeh. Mit den 28mm kam ich sehr gut zurecht. Diese universelle Brennweite mag ich seit der Nikon Coolpix A.

Die Bilder sind unbearbeitet; manche auch etwas schief (ja, die analoge Kamera hat keinen künstlichen Horizont).

Der fertige Film, den man liebevoll per Hand mit einer kleinen Kurbel zurückdrehen muss, landete zur Entwicklung bei Rossmann. Diese lassen meines Erachtens bei CEWE entwicklen. Neben ein paar einfachen Abzügen habe ich eine Foto-CD mit den Scans der Bilder mitbestellt. Somit stehen mir die analogen Bilder neben Film auch digital zur Verfügung. Über die geringe Scan-Auflösung wurde ich im Vorfeld gewarnt. CEWE liefert die Bilder in der Qualität, die scheinbar für Belichtungen in 10x15cm genügt. Ich hatte ja Hoffnung auf eine höhere Auflösung, als ich den Bildordner "Large" öffnete. Doch dort befanden sich leider nur die Scans mit 1536x1024 Pixel. Wozu man die geringeren Auflösungen in "Medium" oder "Small" benötigt, bleibt mir ein Rätsel.

Für diese Seite reicht die Qualität jedoch aus, da ich auch sonst die digitalen Bilder auf max. 1.600 Pixel Breite rechne.

Letztlich hat dieser erste Film sehr viel Spass und (Vor)Freude bereitet. Und dies macht meines Erachtens einen großen Teil der Begeisterung für Analogfotografie aus. Die bewusste Beschränkung auf eine Handvoll Bilder, notwendige Handarbeit durch fehlende Automatiken der Kameras ... und fast eine Woche Warten auf das fertige Ergebnis.

Ich werde digital bleiben. Zum gestrigen Osterfeuer lag eine digitale Kamera in der Fototasche. Doch analoge Fotografie hat ihre Berechtigung. Ich werde mit der Pentax MX sicher noch einige interessante Momente erleben. Doch zunächst wartet der zweite Analogschatz auf ihren Einsatz. Ich werde berichten ...

Aufgenommen mit Pentax MX und Fujicolor C200:

Wissen macht Ah! (und satt)

Einige interessante Gebäude gibt es im Wissenschaftshafen Magdeburg zu sehen. Auch dann, wenn man eigentlich nur zum Mittagessen beim (absolut empfehlenswerten) Daniel's speist.

Nikon 1 V1

Nikon 1 V1

Aufgenommen mit:

Cinemagraph 2 - Am Brunnen versteckt

Das Thema Cinemagraph führt die Bereiche Fotografie und Video zusammen. Interessante Sachen kann man damit erstellen.

Cinemagraph Cinemagramm Nikon AW1

Aufgenommen mit Nikon AW1:

Cinemagraph

Heute morgen waren mein Sohn und ich auf Fototour. Wir haben eine Menge Spass gehabt.

Mehr auf seinem eigenen Instagram-Kanal.

Cinemagraph Cinemagramm Nikon AW1




Aufgenommen mit Nikon AW1 (GIF) und Nikon A:

Baumwipfelpfad Insel Rügen

Am dritten Tag des Fotoausfluges ging es, zumindest für Christian und mich, in die Höhe.

Der Baumwipfelpfad auf der Insel Rügen ragt mit seinem begehbaren Turm über 40 Meter in die Höhe. In Kombination mit seinem 42 Meter über dem Meeresspiegel erhöhten Standpunkt kann man so aus ca. 80 Metern Höhe die Gegend erkunden.

Doch nicht nur die Aussicht ist beeindruckend. Auch das Bauwerk ist sehr imposant. Man(n) darf nur keinen Drehwurm bekommen ... ;-)

Insel Rügen - Tag 2

Natürlich sind die Kreidefelsen DIE eigentlichen Wahrzeichen von Rügen.

Wenn diese auch schon aus alle Positionen fotografiert wurden, darf ein Ausflug zum Königsstuhl für den gemeinen Rügen-Liebhaber nicht fehlen. So besuchten auch wir bei strahlendem Sonnenschein, nicht immer ein Garant für gute Fotos, diesen Touristenmagnet.

Insel Rügen

Insel Rügen

Insel Rügen

Insel Rügen

Prora - Eine Ruine

Die Tage dieser Mega-Ruine in Prora auf Rügen sind gezählt. Das gigantische Bauwerk mit einer ehemaligen Länge von fast 5 Kilometern, welches Hitler als Ferienobjekt für 20.000 Menschen bauen ließ, wird nach und nach saniert. Bald beinhaltet dieser geschichtsträchtige und nicht unumstrittene Bau Eigentumswohnungen mit Blick auf die Ostsee.

Der mehrtätige Fotoausflug der Berliner Fotogruppe 1892, dem ich mich gern anschloss, führte uns auf die Ostseeinsel Rügen. Erste Station war das "Koloss von Prora". Weitere Ausflüge folgen als separate Beiträge:

Prora Insel Rügen

Prora Insel Rügen

Prora Insel Rügen

Prora Insel Rügen

Prora Insel Rügen

533 Stufen

533 Stufen muss man überwinden; dann hat man den Kölner Dom erfolgreich erklommen.

Diesen nicht ganz unsportlichen Spass hatten wir vor 13 Jahren das letzte Mal. Beim aktuellen Köln-Abstecher haben wir dies nun wiederholt.

Da so ziemlich jeder Zentimeter des Kölner Doms bereits 100fach fotografiert wurde, erspare ich mir an dieser Stelle die Touristen-Foto-Bildstrecke. Ein paar interessante Bilder gab es aber doch. So begann die Besteigung des Doms erst einmal mit einem Gang in die Tiefe.

Kölner Dom Nikon Coolpix A

Kölner Dom Nikon Coolpix A

Kölner Dom Nikon Coolpix A

Kölner Dom Nikon Coolpix A

Aufgenommen mit: